• Digitales Marketing

Warum Print- und Digital-Marketingkampagnen erfolgreicher sind

  • Felix Rose-Collins
  • 6 min read

Einleitung

Die meisten kleinen Unternehmen planen ihr Marketing nach wie vor in zwei getrennten Bereichen: einem Digitalbudget für Suchmaschinenwerbung, soziale Medien und E-Mail sowie einem Printbudget für Visitenkarten, Broschüren und Flyer. Die beiden Bereiche stehen selten in Kontakt miteinander. Das Digitalteam optimiert auf Klicks und Konversionen. Wer sich um Printaufträge kümmert, lässt Werbematerial drucken, verteilt es auf Veranstaltungen oder legt es im Laden aus – und dann ist es erledigt. Keine der beiden Seiten weiß wirklich, wie die andere abschneidet, geschweige denn, ob sie sich gegenseitig verstärken.

Diese Trennung ist verständlich – Print und Digital wurden in der Vergangenheit auf völlig unterschiedliche Weise gemessen –, doch dadurch bleibt echter Mehrwert ungenutzt. Ein gut gestaltetes Printmedium und eine gut optimierte digitale Präsenz konkurrieren nicht um dieselbe Aufgabe. Sie erfüllen unterschiedliche Aufgaben, die, wenn sie gut zusammenwirken, mehr bewirken als jede für sich allein.

Was „integriert“ in der Praxis tatsächlich bedeutet

Integration bedeutet nicht, einen QR-Code auf einen Flyer zu drucken und es dabei zu belassen – auch wenn das ein vernünftiger Ausgangspunkt ist. Es bedeutet, die Print- und Digitalelemente einer Kampagne von Anfang an als ein zusammenhängendes Erlebnis zu konzipieren, anstatt das eine nachträglich an das andere anzuhängen.

Eine wirklich integrierte Kampagne nutzt Print für das, was es am besten kann: physische Präsenz, haptisches Vertrauen und ein langsameres, bedächtigeres Lesen, während das Digitale für das eingesetzt wird, was es am besten kann: sofortiges Handeln, Messbarkeit und Iteration. Die beiden sind keine redundanten Kopien derselben Botschaft. Print kann auf einer Messe eine Marke vorstellen und Glaubwürdigkeit aufbauen, während die digitale Seite das Folgeinteresse aufgreift und den Kreis schließt.

Der physische Vorteil: Was Print immer noch besser kann

Es lohnt sich, konkret darauf einzugehen, warum Printmedien nach wie vor einen Platz im Marketing-Mix verdienen, denn die Argumente für eine Integration sind nur dann stichhaltig, wenn Printmedien tatsächlich Gewicht haben. Physische Materialien werden in die Hand genommen, auf dem Schreibtisch aufbewahrt oder an einen Kollegen weitergegeben – auf eine Weise, wie es ein Werbebanner niemals tun wird. Eine gut gestaltete Broschüre signalisiert ein Maß an Engagement und Beständigkeit, mit dem eine noch so ausgefeilte Webseite kaum mithalten kann. Insbesondere Visitenkarten fungieren beim ersten Kontakt nach wie vor als Vertrauenssignal – lange nachdem die meisten Menschen davon ausgegangen waren, dass sie überflüssig geworden seien.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Printmaterialien isoliert vom Rest einer Kampagne produziert werden sollten. Eine auf individuelle Lösungen spezialisierte Druckerei, die versteht, wie ein Druckstück tatsächlich genutzt wird – ob es auf einer Konferenz verteilt, an eine Liste potenzieller Kunden im Lager versendet oder in einem Verkaufsdisplay ausgelegt wird –, kann das Format und die Verarbeitung entsprechend gestalten, anstatt jeden Auftrag als generischen Druckauftrag zu behandeln.

Die Brücke schlagen: QR-Codes, individuelle URLs und nachverfolgbare Printmedien

Der praktischste Weg, die beiden Kanäle miteinander zu verbinden, ist zugleich der einfachste: Geben Sie jedem Druckstück einen klaren, nachverfolgbaren Weg zurück in die digitale Umgebung. Eine eindeutige URL, ein QR-Code, der mit einer speziellen Landingpage verknüpft ist, oder ein für diesen Druckauftrag spezifischer Aktionscode erfüllen alle denselben Zweck: Sie zeigen Ihnen, dass ein physisches Objekt zu einer digitalen Aktion geführt hat.

Das ist wichtig, denn nur so lässt sich die Frage beantworten, mit der jede integrierte Kampagne letztendlich konfrontiert wird: Hat die Investition in Print tatsächlich etwas bewirkt? Ohne einen Tracking-Mechanismus bleibt die Leistung von Print eine Frage von Vermutungen und Anekdoten. Mit einem solchen Mechanismus wird sie zu einem Datenpunkt, der in einem Kampagnenbericht neben allen anderen Kanälen steht.

Abstimmung der Printmaterialien auf den Rest der Kampagne

Die Konsistenz zwischen Print- und digitalen Assets wird oft als eigenständiger Hebel für die Leistung unterschätzt. Wenn ein Auftrag für den Druck von Visitenkarten dieselbe Bildsprache, dieselben Farben und dieselben Botschaften aufweist wie die Website, auf der jemand landet, nachdem er den Code gescannt hat, wirkt das Erlebnis durchdacht und nicht unzusammenhängend. Ist dies nicht der Fall, untergräbt die Diskrepanz still und leise das Vertrauen, auch wenn keines der beiden Elemente für sich genommen schlecht ist.

Die gleiche Logik gilt auch in größerem Maßstab. Ein für eine Veranstaltung in Auftrag gegebener Broschürendruck sollte die Kampagnen-Landingpage widerspiegeln, auf die er verweist – nicht nur hinsichtlich der Logo-Platzierung, sondern auch in Bezug auf Tonfall, Angebot und Handlungsaufforderung. Kampagnen, die dies richtig umsetzen, behandeln das Printmedium als den ersten Absatz einer Geschichte, die durch das digitale Erlebnis vollendet wird, und nicht als separate Werbung, die um Aufmerksamkeit konkurriert.

Messen, was Print allein nicht verraten kann

Einer der eher unscheinbaren Vorteile der Integration liegt darin, was sie für die Messung der gesamten Kampagne leistet – nicht nur für die Printkomponente. Sobald ein Printmedium Traffic auf eine bestimmte Landingpage oder einen Aktionscode lenkt, fließen diese Daten in umfassendere Analysen ein: Welche Veranstaltungen haben die qualifiziertesten Leads generiert, welche Printformate haben die beste Konversionsrate erzielt und wo zahlen sich die Ausgaben tatsächlich aus?

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Hier kommt auch die Sichtbarkeit in Suchmaschinen ins Spiel. Eine Kampagnen-Landingpage, die darauf ausgelegt ist, Traffic von einem Print-Medium zu empfangen, ist strukturell gesehen immer noch eine Webseite, die gefunden werden muss und die Leistung bringen muss, sobald jemand darauf landet. Die Beobachtung, wie diese Seite rankt, geladen wird und konvertiert, ist Teil des Verständnisses, ob die integrierte Kampagne funktioniert hat – und kein von der Print-Seite getrenntes Anliegen.

Häufige Fehler bei der Kombination von Print und Digital

Eine Handvoll vermeidbarer Fehler taucht immer wieder in Kampagnen auf, die versuchen, Print und Digital miteinander zu verbinden. Meistens läuft es darauf hinaus, dass ein Kanal als Nebensache gegenüber dem anderen behandelt wird, anstatt beide vom gleichen Ausgangspunkt aus zu planen. Die häufigsten Fehler sollten direkt angesprochen werden:

  • **Den QR-Code oder die URL als nachträglichen Einfall behandeln. **Wird ein Druckstück bereits in der Entwurfsphase hinzugefügt, ohne dass am anderen Ende eine klare Landingpage oder ein konkretes Angebot bereitsteht, verschwendet es den Moment der Aufmerksamkeit, den der Druck sich verdient hat.
  • **Das Timing ist nicht aufeinander abgestimmt. **Druckauflagen, die erst Wochen nach dem Start der digitalen Kampagne eintreffen, oder eine Landingpage, die erst online geht, nachdem das Printmedium bereits verteilt wurde – beides unterbricht die Verbindung zwischen den beiden Kanälen.
  • **Das falsche Format für den Auftrag zu wählen. **Eine Visitenkarte ist keine Broschüre, und eine Broschüre ist kein Flyer. Jedes dient einem anderen Moment in der Customer Journey, und die Verwendung des falschen Formats untergräbt die Botschaft, noch bevor die digitale Seite überhaupt die Chance hat, nachzufassen.
  • **Das Auslassen jeglicher Messung. **Ohne einen Tracking-Mechanismus, der mit dem Printmedium verknüpft ist, lässt sich nicht feststellen, ob es tatsächlich zur Kampagne beigetragen hat oder lediglich zusätzliche Kosten verursacht hat.

Ein einfaches Rahmenkonzept für die Planung einer integrierten Kampagne

Ein nützlicher erster Schritt besteht darin, jedes Print-Werbemittel einem bestimmten digitalen Ziel zuzuordnen, noch bevor eine einzige Designdatei erstellt wird. Für jede Visitenkarte, jede Broschüre oder jeden Flyer im Plan sollte es eine klare Antwort auf drei Fragen geben: Auf welcher Seite landet der Nutzer, welche Aktion soll er dort ausführen und wie wird diese Aktion gemessen? Fehlt eine dieser drei Antworten, wird das Print-Werbemittel wahrscheinlich hinter den Erwartungen zurückbleiben – unabhängig davon, wie gut es gestaltet oder gedruckt ist.

Dieses Rahmenkonzept hilft auch dabei, das Budget sinnvoller zu verteilen. Formate, die eindeutig mit einer messbaren Aktion verknüpft werden können – beispielsweise ein Handout auf einer Messe, das auf eine bestimmte Landingpage verweist –, rechtfertigen auf der Grundlage realer Daten eine fortgesetzte Investition. Formate, die sich überhaupt nicht nachverfolgen lassen, sollten aus Gründen der Markenpräsenz und Glaubwürdigkeit dennoch einen Platz im Marketing-Mix haben, es sollte jedoch nicht erwartet werden, dass sie das gleiche Gewicht in der Berichterstattung haben wie die nachverfolgbaren Maßnahmen.

Warum dies für kleine Unternehmen wichtiger ist als für große Marken

Große Marken können es sich leisten, Print- und Digitalmarketing als separate Abteilungen mit eigenen Budgets zu betreiben und die damit verbundenen Ineffizienzen dennoch zu verkraften. Kleine und mittlere Unternehmen können das in der Regel nicht. Jede Druckauflage macht einen bedeutenden Teil eines begrenzten Marketingbudgets aus, weshalb es umso wichtiger ist, dass jedes einzelne Material seinen Beitrag leistet und etwas Messbares zur übrigen Kampagne beiträgt.

Hier wird das Argument für eine Integration zudem eher praktisch als theoretisch. Ein kleines Unternehmen braucht keinen umfangreichen Martech-Stack, um Print und Digital zu verknüpfen, sondern eine Gewohnheit: Bevor es Druckmaterialien bestellt, muss es entscheiden, wohin diese führen sollen, was passiert, wenn jemand dort ankommt, und wie dies anschließend überprüft wird. Diese Gewohnheit kostet nichts außer ein wenig Planungszeit und macht aus jedem Druckauftrag eine Quelle für Feedback statt einer einseitigen Ausgabe.

Erste Schritte

Nichts davon erfordert eine grundlegende Umstellung der Art und Weise, wie ein kleines Unternehmen sein Marketing bereits handhabt. Es beginnt damit, den nächsten Druckauftrag als Teil derselben Kampagne wie die Website zu betrachten und nicht als separate Aufgabe, die von einer Liste abgehakt wird. Unternehmen, die über Online-Druckdienste bestellen, verfügen bereits über die Infrastruktur, um dies unkompliziert zu gestalten, da digitale Bestell- und Korrekturwerkzeuge nahtlos mit den für die Integration erforderlichen Tracking- und Landingpage-Funktionen zusammenwirken.

Die Unternehmen, die das Meiste aus ihrem Marketingbudget herausholen, sind nicht unbedingt diejenigen, die mehr für Print oder Digital ausgeben. Es sind diejenigen, die aufgehört haben, die beiden Bereiche als konkurrierende Posten zu betrachten, und begonnen haben, sie als ein einziges, zusammenhängendes Erlebnis für den Empfänger zu gestalten.

Felix Rose-Collins

Felix Rose-Collins

Ranktracker's CEO/CMO & Co-founder

Felix Rose-Collins is the Co-founder and CEO/CMO of Ranktracker. With over 15 years of SEO experience, he has single-handedly scaled the Ranktracker site to over 500,000 monthly visits, with 390,000 of these stemming from organic searches each month.

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