• KI-Marketing

Wan 3.0 und der neue KI-basierte Video-Marketing-Workflow

  • Felix Rose-Collins
  • 5 min read

Einleitung

Videos sind für Produkteinführungen, Social-Media-Kampagnen, Bildungszwecke und das Brand Storytelling unverzichtbar geworden, doch die herkömmliche Produktion kann nach wie vor viel Zeit und Koordinationsaufwand erfordern. Eine browserbasierte Plattform wie Wan 3.0 bietet Marketingfachleuten und Kreativen einen direkteren Weg von der schriftlichen Idee zum einsatzfähigen Video. Das Ziel besteht nicht einfach darin, mehr Clips zu produzieren, sondern einen wiederholbaren Workflow zu etablieren, in dem Konzepte getestet, verfeinert und an verschiedene Kanäle angepasst werden können, ohne jedes Asset von Grund auf neu erstellen zu müssen.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Eine gute KI-Videogenerierung beginnt mit einer klaren Beschreibung der Einstellungen, nicht mit einem vagen Thema.
  • Das Seitenverhältnis sollte vor der Erstellung ausgewählt werden, damit die Bildkomposition zum endgültigen Kanal passt.
  • Kurze, fokussierte Szenen lassen sich leichter bewerten, überarbeiten und zu einer Kampagne kombinieren.
  • Ein einheitliches Prompt-Framework hilft Teams dabei, wiedererkennbare visuelle Stile in großem Maßstab zu produzieren.

Was die KI-Videogenerierung für Marketingteams verändert

Ein KI-Videogenerator wandelt schriftliche Szenenanweisungen in bewegte visuelle Inhalte um. Anstatt mit einem Kamerateam, einem Drehort und einem langwierigen Schnittprozess zu beginnen, startet ein Kreativer mit einer Eingabeaufforderung, die Thema, Handlung, Umgebung, Kameraverhalten, Beleuchtung und Stimmung definiert. Das System interpretiert diese Anweisungen anschließend und produziert ein Video, das in der Vorschau angesehen und heruntergeladen werden kann.

Dieser Ansatz ist in der frühen und mittleren Phase der Content-Produktion nützlich. Teams können verschiedene kreative Richtungen ausprobieren, bevor sie sich auf eine vollständige Kampagne festlegen, ein Storyboard zur Überprüfung durch die Stakeholder visualisieren oder kurze Inhalte für Kanäle erstellen, die häufige Veröffentlichungen erfordern. Das menschliche Urteilsvermögen bleibt dabei zentral: Der Marketer wählt weiterhin die Botschaft aus, überprüft die Markenkonsistenz, begutachtet das Ergebnis und entscheidet, wie der Clip in die übergeordnete Customer Journey passt.

Beginnen Sie mit einer produktionsreifen Eingabe

Die Qualität eines KI-generierten Clips hängt stark von der Qualität der Anweisungen ab. Eine praktische Vorgabe funktioniert wie eine kompakte Anweisung für eine Einstellung. Sie legt fest, was die Zuschauer sehen sollen, was passieren soll und welche Stimmung die Szene vermitteln soll. Eine konkrete Formulierung gibt dem Modell weniger widersprüchliche Möglichkeiten vor und erleichtert Überarbeitungen.

Ein einfaches sechsteiliges Prompt-Framework

  1. Thema: Benennen Sie die Person, das Objekt, das Produkt oder die Landschaft, die im Mittelpunkt der Aufnahme steht.
  2. Aktion: Beschreiben Sie eine eindeutige Bewegung, z. B. Drehen, Gehen, Öffnen oder Dahingleiten.
  3. Umgebung: Beschreiben Sie die Umgebung und wichtige Hintergrunddetails.
  4. Kamera: Geben Sie an, ob es sich um eine Nahaufnahme, eine Totale, eine langsame Kamerafahrt, eine Verfolgungsfahrt oder eine statische Komposition handelt.
  5. Beleuchtung: Definieren Sie die Lichtverhältnisse, z. B. weiches Fensterlicht, Neonreflexe oder Sonnenlicht zur goldenen Stunde.
  6. Stimmung: Fügen Sie eine prägnante Stilvorgabe hinzu, z. B. hochwertig, dokumentarisch, verspielt, ruhig oder filmisch.

Ein Produktvermarkter könnte beispielsweise eine Keramik-Parfümflasche anfordern, die sich auf schwarzem Stein dreht, gefilmt mit einer langsamen Kamerafahrt, weicher Seitenbeleuchtung, dezentem Nebel und einer hochwertigen redaktionellen Atmosphäre. Diese Anweisung ist umsetzbarer als die bloße Forderung nach einem Luxusproduktvideo. Wenn ein Ergebnis verbessert werden muss, ändern Sie jeweils nur eine Variable, damit das Team erkennen kann, welche Änderung den Unterschied bewirkt hat.

Wählen Sie das Format, bevor Sie mit der Erstellung beginnen

Die Bildkomposition unterscheidet sich erheblich zwischen horizontalen, vertikalen und quadratischen Videos. Ein 16:9-Bildformat eignet sich ideal für Websites, Präsentationen und viele Langform-Plattformen. Ein 9:16-Bildformat ist für „Mobile-First“-Kurzvideos konzipiert, während 1:1 gut in Feeds und kompakten Platzierungen funktioniert. Die Auswahl des Seitenverhältnisses zu Beginn ermöglicht es dem Generator, Motive, Bewegung und Negativraum für den vorgesehenen Verwendungszweck zu positionieren.

Auch Auflösung und Dauer beeinflussen den Arbeitsablauf. Ein 720p-Entwurf kann für eine schnellere Konzeptprüfung nützlich sein, während 1080p geeignet ist, wenn ein endgültiges Asset mit höherer Auflösung benötigt wird. Kurze Szenen helfen Teams dabei, den Fokus auf die Handlung zu richten. Mehrere freigegebene Clips können später in einem Bearbeitungsprogramm zu einer längeren Sequenz mit Untertiteln, Sprecherstimme, Musik oder Markengrafiken zusammengestellt werden.

Erstellen Sie wiederverwendbare Inhalte für den gesamten Trichter

Der wertvollste Einsatz von KI-Videos erfolgt oft systematisch und nicht nur einmalig. Ein einzelnes Kampagnenkonzept kann zu einem Bild für eine Landingpage, einem vertikalen Social-Media-Teaser, einer quadratischen Ankündigung und einem kurzen Clip für eine Verkaufspräsentation werden. Die Kernbotschaft bleibt konsistent, während sich Bildausschnitt und Tempo an den jeweiligen Kanal anpassen.

Marketingteams können generierte Videos auch für Produktkonzept-Vorschauen, informative Erklärvideos, Veranstaltungsankündigungen, visuelle Blog-Zusammenfassungen und Kreativtests nutzen. Such- und Content-Teams können einen Artikelabschnitt in ein kurzes visuelles Beispiel umwandeln, während Paid-Media-Teams verschiedene Einleitungen oder Stimmungen vergleichen können. Wichtig ist dabei, jedes Video mit einer definierten Zielgruppe, einer Botschaft und einer nächsten Aktion zu verknüpfen, anstatt Inhalte ohne Verbreitungsplan zu erstellen.

Ein praktischer KI-Video-Workflow

  1. Formulieren Sie ein einzeiliges Ziel, in dem Sie die Zielgruppe und die gewünschte Reaktion benennen.
  2. Wählen Sie den Veröffentlichungskanal und das dafür erforderliche Seitenverhältnis aus.
  3. Entwerfen Sie eine Szene mithilfe des sechsteiligen Leitfadens.
  4. Erstellen Sie eine Kurzversion und überprüfen Sie die Genauigkeit des Motivs, die Bewegung, die Komposition und die Markenpassung.
  5. Überarbeiten Sie nur die schwächste Anweisung und vergleichen Sie das neue Ergebnis mit der vorherigen Version.
  6. Laden Sie den freigegebenen Clip herunter und fügen Sie erforderliche Untertitel, Audio, Logo oder Handlungsaufforderungen hinzu.
  7. Speichern Sie die erfolgreiche Vorlage zusammen mit dem endgültigen Asset, damit sie für zukünftige Kampagnenvarianten verwendet werden kann.

Dieser Prozess schafft eine nützliche Rückkopplungsschleife. Im Laufe der Zeit entwickelt ein Team eine eigene Prompt-Bibliothek für Produktaufnahmen, Erklärvideos, Social-Media-Hooks und Markenumgebungen. Diese Bibliothek reduziert das Rätselraten und hilft neuen Mitarbeitern, die bereits genehmigte Bildsprache zu verstehen.

Häufige Fehler, die es zu vermeiden gilt

Vage Vorgaben sind die häufigste Ursache für uneinheitliche Ergebnisse. Außerdem kann es leicht passieren, dass eine Szene mit zu vielen Motiven, Handlungen, Kamerabewegungen und Stilen überladen wird. Wenn zu viele Anweisungen miteinander konkurrieren, wird die visuelle Hierarchie unklar. Jeder Clip sollte sich auf einen zentralen Moment konzentrieren.

Ein weiterer Fehler ist es, Entscheidungen zum Kanal erst nach der Generierung zu treffen. Das Zuschneiden einer horizontalen Komposition auf ein vertikales Bildformat kann dazu führen, dass das Motiv oder wichtige Bewegungen verloren gehen. Teams sollten zudem jedes Ergebnis auf Produktdetails, lesbaren Text, Markensicherheit und sachliche Richtigkeit überprüfen. KI beschleunigt die Produktion, macht eine redaktionelle Überprüfung jedoch nicht überflüssig.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein KI-Videogenerator?

Ein KI-Videogenerator ist ein Tool, das schriftliche Szenenanweisungen interpretiert und bewegte visuelle Inhalte erstellt. Nutzer beschreiben in der Regel das Motiv, die Handlung, die Kulisse, die Kamera, die Beleuchtung und die Stimmung und überprüfen anschließend den generierten Clip. Das Tool unterstützt die Ideenfindung und Produktion, während der Ersteller weiterhin für die Regie, die Qualitätskontrolle und die endgültigen Veröffentlichungsentscheidungen verantwortlich bleibt.

Welches Seitenverhältnis sollten Marketingfachleute wählen?

Wählen Sie 16:9 für horizontale Platzierungen auf Websites, in Präsentationen oder bei Langform-Inhalten; 9:16 für vertikale „Mobile-First“-Videos; und 1:1 für quadratische Feed-Inhalte. Die beste Wahl hängt vom jeweiligen Kanal ab. Die Auswahl des Formats vor der Erstellung führt zu einer stimmigeren Komposition als ein nachträgliches, starkes Zuschneiden.

Benötigen Teams weiterhin Videobearbeitungssoftware?

Bearbeitungssoftware bleibt nützlich, wenn eine Kampagne mehrere Szenen, detaillierte Untertitel, Sprecherstimmen, Musik, Übergänge oder strenge Markenvorgaben erfordert. Die KI-Generierung kann die Kernaufnahmen erstellen und den Produktionsaufwand reduzieren, während ein Cutter diese Aufnahmen zum endgültigen Kommunikationsmittel zusammenstellt.

Fazit

Die KI-Videogenerierung ist am effektivsten, wenn sie zu einem disziplinierten kreativen Prozess wird. Klare Vorgaben, eine kanalorientierte Formatierung, kurze, überprüfbare Szenen und eine wiederverwendbare Bibliothek mit Vorgaben helfen Marketingfachleuten dabei, vom Experimentieren zu konsistenten Ergebnissen überzugehen. Mit einem durchdachten Workflow kann Wan 3.0 eine schnellere Konzeptentwicklung unterstützen, während die Kontrolle über die Botschaft, die Qualität und die endgültige kreative Entscheidung weiterhin bei den Menschen liegt.

Felix Rose-Collins

Felix Rose-Collins

Ranktracker's CEO/CMO & Co-founder

Felix Rose-Collins is the Co-founder and CEO/CMO of Ranktracker. With over 15 years of SEO experience, he has single-handedly scaled the Ranktracker site to over 500,000 monthly visits, with 390,000 of these stemming from organic searches each month.

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