SEO-Glossar / Artikel Spinnerei

Artikel Spinnerei

Was ist Article Spinning?

Beim Artikel-Spinning oder Content-Spinning wird ein fremder Inhalt umgeschrieben, um einen scheinbar originellen Beitrag zu erstellen. Beim Artikel-Spinning werden Wörter, Phrasen und Sätze durch alternative Versionen ersetzt, um den Inhalt für Suchmaschinen-Crawler und Website-Besucher originell erscheinen zu lassen.

Der Zweck des Content Spinning besteht darin, schnell große Mengen an Inhalten zu generieren, die nicht als Plagiate erkannt werden.

Warum Artikel-Spinning als Black-Hat SEO gilt

Artikelspinning ist eine Black-Hat-SEO-Taktik und verstößt gegen die Spam-Richtlinien von Google für die Websuche. Laut Google gehören zu den spammigen, automatisch generierten Inhalten:

"Text, der mit Hilfe automatischer Synonymisierungs-, Paraphrasierungs- oder Verschleierungstechniken erstellt wurde.

Die Verwendung von Spinning-Inhalten kann zu einer manuellen Aktion für Ihre Website führen, was zu Strafen oder zur Entfernung aus den Suchmaschinenindizes führt.

Wie Artikelspinning gemacht wird

Meistens wird das Spinnen von Artikeln mit Hilfe von Content-Spinning-Software durchgeführt. Hier ist ein Beispiel für Inhalte, die mit einem kostenlosen Online-Tool gesponnen wurden:

Originaltext: "Der schnelle braune Fuchs springt über den faulen Hund."

Gesponnener Text: "Der flinke kastanienbraune Fuchs springt über den untätigen Hund."

Wie Sie sehen können, ist die Qualität oft sehr niedrig. Mit fortschrittlicheren Tools lassen sich zwar qualitativ bessere Kopien erstellen, aber der Kontext und die Bedeutung sind immer noch schwer zu erfassen.

Es gibt eine zweite Art des Artikelspinnens, das manuelle Umschreiben, bei dem ein Autor bestehende Inhalte umformuliert, um sie lesbarer und natürlicher zu machen.

Ist Artikel Spinning wichtig für SEO?

Artikelspinning ist nichts anderes als ein sorgfältig getarntes Plagiat. Diejenigen, die diese Taktik absichtlich anwenden, sind sich dessen bewusst und entscheiden sich dennoch für den einfachen Ansatz, anstatt sich Mühe zu geben, originelle Inhalte zu erstellen.

Historischer Kontext

Es gab eine Zeit, in der das Spinnen von Artikeln gängige Praxis war, weil der Google-Algorithmus in den frühen 2000er Jahren keine roten Fahnen zückte. Inzwischen ist der Google-Algorithmus viel besser darin geworden, Spam zu erkennen und Seiten mit doppeltem oder anderweitig "dünnem" Inhalt in den Suchergebnissen zurückzustufen.

Aktuelles Szenario

Trotz der Bemühungen und Erfolge von Google im Kampf gegen computergenerierte Inhalte verwenden einige Black-Hat-SEOs immer noch Artikel-Spinning und kommen damit durch. Es wird häufig verwendet, um schnell viele Beiträge zu erstellen, von denen ein Teil für bestimmte Schlüsselwörter ranken und den Verkehr auf die Website lenken kann. Eine weitere gängige Methode ist der Aufbau von minderwertigen Links, bei dem gesponnene Artikel gegen Geld auf verschiedenen Websites verbreitet werden (als Alternative zu Gastbeiträgen).

Risiken des Artikelspinnens

Das Spinnen von Inhalten kann zwar Zeit sparen und das Ranking Ihrer Website in den SERPs vorübergehend verbessern, aber der Mangel an Authentizität und Wert für den Leser wird Sie schließlich verraten. Diese Art von Inhalten wird eher für Suchmaschinen als für das Nutzererlebnis erstellt.

Mögliche Folgen sind:

  • Nicht indizierte Inhalte: Wenn Google Ihre Inhalte als minderwertige, computergenerierte Inhalte erkennt, wird die Seite ignoriert und nicht indiziert oder in den SERPs angezeigt.
  • Auswirkungen auf die Qualität der Website: Qualitativ minderwertige Inhalte, wie z. B. gesponnene Inhalte, können allen anderen Seiten Ihrer Website schaden, selbst wenn diese hochwertige, relevante Inhalte enthalten.
  • Abstrafungen: Google hat eine spezielle Strafe für "dünne Inhalte" mit geringem oder gar keinem Wert, zu denen auch gesponnene Inhalte gehören.

Was ist stattdessen zu tun?

Wenn Sie einen neuen Verwendungszweck für Ihre vorhandenen Inhalte finden möchten, ist Artikelspinning nicht die einzige Lösung. Hier sind drei ethische Alternativen, um Ihre Inhalte neu zu nutzen und dabei die Richtlinien von Google einzuhalten:

1. Wiederverwendung Ihrer Inhalte

Anstatt Artikel zu spinnen, können Sie Ihre vorhandenen Inhalte in einem neuen Format präsentieren. So können Sie beispielsweise einen Blogbeitrag in einen Social-Media-Beitrag, eine Infografik oder ein Video umwandeln. Auf diese Weise können Sie das, was Sie bereits haben, nutzen und ihm neues Leben einhauchen.

2. Ein Thema aus einem anderen Blickwinkel behandeln

Sie können die gleichen Themen wie bereits vorhandene Inhalte behandeln, aber aus einem anderen Blickwinkel oder in größerer Ausführlichkeit. Bei diesem Ansatz fügen Sie Ihre eigene Perspektive und Stimme hinzu und machen sie so originell und wertvoll.

3. Ältere Artikel neu veröffentlichen

Die Wiederveröffentlichung bestehender Inhalte ist eine weitere Alternative zum Content Spinning. Ermitteln Sie leistungsschwache Inhalte, die mindestens 12 Monate alt sind, und schreiben Sie 70-80 % davon neu oder aktualisieren Sie sie. Auf diese Weise werden ältere Inhalte einem neuen Publikum zugänglich gemacht, und die Chance, neue Besucher anzuziehen, steigt.

Schlussfolgerung

All diese Methoden bringen Ihrer Website einen weitaus größeren Nutzen als das Spinnen von Inhalten. Konzentrieren Sie sich darauf, qualitativ hochwertige, originelle Inhalte zu erstellen, die Ihrem Publikum einen Mehrwert bieten und sich an die besten SEO-Verfahren halten.